DER STUMME ARZT

GESCHICHTE DES HAMAMS

Die Kultur des orientalischen Badehauses – Hamam – reicht viele Jahrhunderte zurück. Bereits im 7. Jahrhundert wurden Gebäude dieser Art errichtet und zur Reinigung von Körper und Geist besucht.


Die heilende Kraft dieser Zeremonien wird heute weltweit geschätzt.

 



Ursprung und Verbreitung

Im römischen Reich waren Badezeremonien bereits bekannt. Im Hamam gab es zu dieser Zeit noch einen Heizer (Wakkad) und einen Helfer (Sabbal), der für Brennstoffe und deren Nachschub zuständig war. In Syrien sind diese Begriffe noch geläufig, in weiteren Regionen und Ländern wurden diese umbenannt oder sind gar nicht mehr existent.

Bereits zu dieser Zeit bestand das Grundkonzept. Die Besucher legten zunächst ihre Kleidung ab und bedeckten den Körper mit leichten Tüchern. Männer wurden von männlichem, Frauen von weiblichem Personal behandelt. Im ersten Raum wurde der Körper erwärmt und danach vom Personal gepeelt, gewaschen, eingeseift und enthaart. Männer konnten sich sogar die Haare und den Bart schneiden lassen. Danach wurde der Körper mit heißem und kaltem Wasser übergossen. Anschließend ging es in frischen, trockenen Tüchern auf einen Diwan, wo die Gäste zur Ruhe kommen und entspannen konnten.

Im fernen Osten dient das Hamam dazu, sich von jeglichen Sünden reinzuwaschen. Es ist ein typisch islamisches Ritual, das vor Festtagen oder besonderen Anlässen stattfindet. Für die Gäste ist ein Hamam ein Ort der Ruhe, Entspannung und Geselligkeit.

Die positiven Auswirkungen auf die körperliche und geistige Gesundheit wurden über die Jahrhunderte immer mehr honoriert und fanden durch den bekannten Arzt Avicenna interkontinentale Verbreitung. Er betitelte das Hamam als „stummen Arzt“ und brachte damit die heilende Kraft zum Ausdruck.

Modernes Hamam

Heute können Sie in verschiedenen Umgebungen, Ländern und Städten ein Hamam finden. Die wohltuenden Behandlungen haben sich bewährt und es wird ihnen heute große Anerkennung zu Teil. Der Einfluss weiterer Kulturen hat den gemischten Badebetrieb hervorgebracht, weitere Massagetechniken hinzugefügt, und so ein breiteres Spektrum an Möglichkeiten geschaffen.

Mit dem Fortschritt der Technik wurde auch die Ausstattung der Badebetriebe verändert. Gesundheitliche Faktoren spielten eine zunehmende Rolle auch in Materialien, Bauweisen und Strukturen. All diese Punkte werden heutzutage stärker bedacht. So finden Sie in unserem Haus z.B. 17 Heizkreise, mit denen wir eine perfekte Wärmeverteilung schaffen und Ihre Blutzirkulation optimal fördern. Massageliegen, die wir individuell anpassen können, sorgen für eine angenehme Liegeposition und die verschiedenen Leuchtmittel garantieren eine einzigartige Atmosphäre in jedem Raum.


Lassen Sie sich begeistern – wir freuen uns auf Sie!